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Für Pfadfinder Eltern und "Sponsoren"

! Schlafsack: Hände weg von dem 29,99 Euro Schlafsack aus dem Wurschtwarenmarkt! (Wenn Sie darin einmal eine weniger milde Sommernacht durchfroren haben, wissen Sie warum) Vom einigermaßen erholsamen Schlaf hängen Kondition und Körperabwehr, und damit die Gesundheit Ihres Kindes ab. Ein Schlafsack mit Leistungsreserven ist daher sehr zu empfehlen.

Die wesentlichen drei Kriterien bei Schlafsäcken sind:

Packmaß und Gewicht

Form, Ausstattung und Verarbeitung

Material: Synthetik oder Daune

Daraus ergibt sich dann eine Eignung für einen gewissen Temperatur Komfortbereich. Bitte beachten Sie nicht den Extrembereich (überlebenssicher bis...das heißt bis zu dieser Temperatur keine körperlichen Schäden) sondern den Komfortbereich, der bei Jungs zwischen +7° C (besser: 0 Grad) und ca. -20° C liegen sollte. Bei Mädchen sollte der Komfortbereich bei -1 Grad und -25 Grad liegen.

Warum so tief ins Minus? Wir zelten doch meist immer Pfingsten und im Sommer ! Eine Rolle spielt der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht in denen es am Tag sehr heiß ist, kann die Temperatur in der Nacht auf unter 5° C absinken. Der Körper kann sich auf Temperaturunterschiede von 30 bis 40° C nur sehr schwer einstellen. Das subjektive Kälteempfinden sollte nicht unterschätzt werden. Subjektiv können Empfindungsgrenzen bis zu 10°C zwischen den einzelnen Personen entstehen.

Den Universalschlafsack, in dem man sich auf dem Gletscher ebenso wohl fühlt wie in der Wüste, gibt es nicht. (Keine Sorge, dort finden unsere Stammeslager auch nicht statt.)

Mein Top Allround Pfadfinder Schlafsack ist der Lite 1000 od.1300. Eine weitere gute Penntüte ist etwas günstiger Brenta Wild Life oder Defence 4 und gegen Funkenflug Schäden für klassische Kothenschläfer gibt es spezielle Baumwollüberzüge.

Einen vernünftigen Schlafsack bekommt man ab etwa 120 bis 220 Euro. So sollte er aussehen: Die Außenhaut wasserabweisend (Tautropfen etc.), das Innenfutter aus saugfähigem oder atmungsaktivem Material (Schweiß) wie z.B. Baumwolle oder Shelltrans.

Carinthia Schlafsäcke z.B. verfügen über ein Dampfdurchlässiges Innenfutter sowie über eine wasserdichte Aussenhaut bis 800mm Wassersäule das gut gegen Tau und Nieselregen schützt.

Beim Füllmaterial gehen die Meinungen auseinander. Daune ist leicht und wärmt optimal, wenn ein Daunenschlafsack einmal feucht wird (z.B. beim Lüften vergessen) wird es aber problematisch. Kunstfaser ist günstiger und pflegeleicht, hat aber mehr Gewicht und Packmaß, bei gleicher Wärmeleistung.

Der vernünftigste Kompromiss ist eine Hohlfaservliesfüllung, die übrigens auch noch leidlich wärmt, wenn sie nass geworden ist. Nasse Syntetikschlafsäcke trocknen um ein vielfaches schnell als Daunenschlafsäcke.

Ebenfalls sehr wichtig ist der Aufbau der Füllung. Sie sollte in mehreren Ebenen abgesteppt oder schindelartig sein (H Form oder Trapezform). Die Außenhaut darf nicht mit der Innenhaut verbunden sein. Meine Schlafsäcke haben eine lose Außenhaut. Einen schlechten, auf einmal abgesteppten Schlafsack erkennt man, indem man ihn geöffnet gegen das Licht hält. Wenn an den Nähten das Licht hindurch schimmert ist jede Naht eine Kältebrücke!

Weiterhin hat ein guter Schlafsack innen eine Reißverschlußabdeckung und eine Zugschnur, mit der man den Schlafsack an den Schultern zuziehen kann besser noch einen Wärmedämmkragen. Damit verhindert man das Entweichen der Wärme. Bei Kindern (die bekanntlich relativ schnell wachsen) ist oft die Schlafsackgröße ein Problem. Ist der Schlafsack zu eng, drückt man die isolierende Füllung zusammen. Ist er aber zu groß, kann man Ihn nur schwer mit dem Körper ,,aufheizen". Kleiner Tipp: Schlafsack an der richtigen Stelle abbinden mit Gürtel oder Spanngurt oder mit ein paar Stichen im Futter ab nähen.

Bitte bedenken Sie - auch der teuerste Schlafsack lässt nach 5 bis 10 Jahren nach. Er kann dann aber immer noch als Hüttenschlafsack dienen (erhöht die Lebensdauer des Nachfolgers).

Schlafsäcke werden zum Transport in den Packsack gestopft (nicht gerollt oder gefaltet) Ansonsten sollte man sie möglichst offen lagern, das verhindert vorzeitige Materialermüdung und erhält den Memoryeffekt der der Füllung.

Schlafsäcke sollte man so wenig wie möglich waschen. Sie verlieren dabei ihren Loft (Bauschverhalten u. Isolierung) Ein Baumwoll - Inlett für ca. 8-10 Euro oder ein abgenähter Bettbezug als Schlafsack-Inlett kann nach jedem Lager gewaschen werden ohne den Schlafsack durch unnötiges Waschen zu schädigen.

! Iso-Matte: Ebenso wichtig ist eine geeignete Schlafunterlage. An den Stellen wo man aufliegt, drückt man die isolierende Luft aus dem Schlafsack, Bodenkälte und Feuchtigkeit können aufsteigen. Luftmatratzen sind anstrengend aufzublasen (und der Leiter hat nicht nur ein Kind...) und wegen ihrer hohen Schadensanfälligkeit weniger geeignet. Und weil sie keine Isolationseigenschaften haben absolut ungeeignet.

Warum ...?

Die Luft in den Kammern geht immer den leichtesten Weg, ergo ist also immer da wo Ihr Kind gerade nicht liegt und hat zu Folge das es Morgens immer neben der Matte aufwacht. Zudem findet in den Kammer ab 6 cm eine Luftzirkulation statt, die durch den Körper erwärmte Luft fällt in der Kammer nach unten und kühlt somit immer wieder ab.

Für das Luxusmodell "selbstaufblasende Isoliermatte" (z.B. Therm-a-Rest oder Ortlieb Matten) gibt man fast eben soviel wie für den Schlafsack aus. Hier kann man aber ohne schlechtes Gewissen sparen! Eine gewöhnliche Schaumstoff-Isoliermatte (Campingmatte, Aerobicmatte), erfüllt diesen Zweck ganz genauso. Sie sollte allerdings aus geschlossen porigem Schaumstoff (Bodenfeuchtigkeit!) und wenigstens 12mm dick (doch, man spürt ob man auf 8mm oder auf 12mm liegt!) sein. Solche Matten bekommt man ab ca. 12 - 20 Euro.

Das Premium Expeditions Modell Ridge Rest von Therm-a-Rest mit 16mm Dicke und nur 397g und einer durchschnittlichen Lebensdauer von mehr als 10 Jahren gibts für 29,95 Euro

! Kopfbedeckung als Schutz vor Sonnenstich (durch UV-Strahlung ausgelöste Gehirnhautentzündung) und vor Zecken. (Apropros: Wie sieht's mit FSME und Tetanusschutzimpfung aus?) Am besten wäre ein breitkrempiger Hut, aber eine Baseball-Mütze erfüllt den Zweck ebenso wie die ,,Putzerhaube" die man oft als Werbegeschenk im Baustoffhandel bekommt.

! Eßgeschirr: Hierzu gehören ein flacher und ein tiefer Teller, eine Tasse oder ein Becher sowie ein Besteckset. Die ersten Gegenstände sollten aus bruchsicherem Material bestehen. Metallgeschirr ( Edelstahl) hat den Vorteil, daß man darin etwas über dem Feuer wärmen kann (Hajk-Modelle) . Plastikgeschirr sieht zwar nicht so cool aus, läuft aber nicht an, und das Essen kühlt nicht so schnell aus. Der berühmt berüchtigte Bundeswehr ,,Henkelmann" ist zwar stabil und platzsparend zu verpacken, aber unpraktisch zum Essen, und die Hölle zum Reinigen!

Für Luxus besessene gibt es übrigens Isoliertassen. Ebenfalls praktisch (aber nicht unbedingt nötig) ist ein zusammen steckbares Besteck (ab 8 Euro). Nachteil: Verlorene Teile kann man nicht einzeln nachkaufen.

! Festes Schuhwerk: D.h. Knöchelhohe Schuhe mit rutschfester Sohle. Es müssen nicht unbedingt Wanderstiefel sein, aber wer mit Slippern oder Plateau-Schuhen über eine Wiese geht, bricht sich dabei voraussichtlich die Ohren...!

! Warme Jacke: Auch nach warmen Tagen können die Nächte empfindlich kalt sein. Lagerfeuerromantik ist, wenn man von vorne gegrillt und von hinten erfroren ist. Eine hüftlange Jacke (z.B. Parka) oder eine wind- und regendichte Jacke kombiniert mit einem dicken Pullover schaffen hier Abhilfe.

!Robuste Jeans: keine Modeschnickschnak Firlefans-Geschichten, auch keine Plastik- (100%Polyester) Jogginghosen! Für uns Leiter ein Horror am Lagerfeuer! Ihr Joghurtbecher im Kühlschrank ist aus dem selben Material. Und wenn sowas Feuer fängt.... (brauch ich wohl nicht weiter erklären) sowas schmilzt sich regelrecht in die Haut. Besser ist da eine anständige Hose, die aus Baumwolle ist. Die Kinder sind draußen in Wald und Wiese, und sollte die Hose nach dem Lager nicht mehr ganz sauber werden, hat Ihr Kind dann zumindest fürs nächstemal eine echte Lagerhose.

praktisch, aber nicht unbedingt nötig ist Folgendes: „?“

Feldflasche: Preisgünstige Alternative: eine Getränke-Mehrwegflasche aus Plastik. Plastik-Feldflaschen sind zwar leicht, können aber an der Naht platzen. Besser sind Kunstoffflaschen aus Polycabonat oder die fast unzerstörbaren Platypus Faltflaschen ab 7 Euro. Metallflaschen (ab 8 Euro), die meist in einer Stofftasche aufbewahrt werden. Vorteil: Wenn der Stoff angefeuchtet ist, kann man die Verdunstungskälte zum Kühlen nützen. Die Flasche bzw. deren Beutel sollte eine Möglichkeit zum Befestigen an Gürtel oder Rucksack haben (besser: zwei Befestigungen, dann kann nichts baumeln).

Gute Feldflaschen sind auch mit kohlensäurehaltigen Getränken noch dicht und auch zu öffnen ( z.B. Platypus, Nalgene Wasserflaschen ). Vernünftig sind Flaschen mit 0,5 bis 1 Liter Inhalt.

Fahrtenmesser: Als Werkzeug überaus sinnvoll, als Waffe oder Spielzeug ein rotes Tuch für Eltern und Leiter. Wenn Sie nach dem Lager das eingezogene Messer beim Gruppenleiter abholen müssen, wissen sie das Ihr Nachwuchs irgend etwas falsch gemacht hat. Der richtige Umgang mit einem Fahrtenmesser ist Charaktersache und will gelernt sein. Bitte geben sie Ihrem Kind keine Taschenmesser ohne Klappsicherung und Griffschutz mit auf eine Pfadfinderaktion! Die kleinen Messer sind die gefährlichsten. Wenn schon ein Messer (bitte halten Sie mit den Gruppenleitern Rücksprache) dann bitte ein richtiges.

Ein gutes Fahrtenmesser (ab 40 Euro) hat eine feststehende, einseitig(!) geschliffene, durchgehende (d.h. im Griff verschraubte) Klinge.

Weiterhin besitzt es einen Griffschutz, also einen Bügel, der ein Abrutschen vom Griff auf die Klinge verhindert und steckt in einer robusten Messerscheide (eine Art Köcher, der sich am Gürtel befestigen lässt), in der es sich auch fixieren lässt.

Ein Messer muß als Werkzeug gut in der Hand liegen. „Zahnstocher" sind ebenso wenig Sinnvoll wie ,,Macheten"! Es sollte schon noch ins Marmeladenglas passen.

Eine gute Adresse für den Messer u. Ausrüstungs-Wo-kaufen-Info, ist natürlich meist der Gruppenleiter der Pfadfinder Gruppe ihres Kindes.

Rucksack: Ein großer Rucksack (ca. 40 - 50 Liter) ist das ideale Gepäckstück, nichts läßt sich leichter tragen, wenn der Zeltplatz nicht direkt am Bahnhof oder an der Straße liegt (was praktisch nie der Fall ist). Die Tramper-Rucksäcke aus den 80erJahren mit Außengestell ließen sich platzsparend in jedes Zelt stellen, und dienten so als mobiler Kleiderschrank. Ihr Vorteil: auch wenn Sie halb leer sind, fallen sie nicht in sich zusammen. Nachteil: Für längere Wanderungen sind sie zu unbequem. Darum bekommt man diese preisgünstigen Packwunder (ab 50 Euro) nur noch selten bis gar nicht angeboten.

Moderne Rucksäcke ohne Gestell (ab 90 Euro), sind bequemer zu tragen, weil das Hauptgewicht auf dem Beckengürtel ruht. Hierfür muß der Rucksack die passende Rückenlänge haben (vor dem Kauf anprobieren mit Gewicht im Rucksack!). Die teuren Modelle (ab 150 Euro) haben ein verstellbares Rückenteil d.h. der Rucksack wächst mit und ein guter Rucksack hält ein Leben lang.

Übrigens: Kinder die ihr Gepäck selbst packen, wissen was sie alles dabei haben, und wo sie es finden!

Wir Pfadfinderleiter leben im Lager meist aus 60 Liter Aluboxen (Nur Zarges hält ein Pfadfinderleben aus).

Stirnlampe oder kleine Taschenlampe: gute Stirnlampen mit LED Technik gibt es im Fachgeschäft schon ab 20 Euro, kleine LED Taschenlampen schon ab 12 Euro, Riesen-MageLite's braucht kein Menschen, Taschenlampe kommt von "In-der-Hosentasche-tragen".

Zelt: Diese Ausgabe können sie sich getrost sparen. Unser Stamm hat genug Zelte für alle Mitglieder. Wenn Sie sich jedoch ein Zelt für diverse Familienradtouren oder für das Vorgartenabenteuer Ihrer Kinder brauchen, sollten sie auf Folgendes achten:

Durchlüftung, (ohne ausreichende Lüftungsöffnungen gibt es schnell ,,dicke Luft" im Zelt).

Insektenschutz, die Fliegengitter sollten sich auch bei geöffnetem Zelt, unabhängig von der Zelthaut, schließen lassen. Getapte Nähte Tape kommt von Kleben in Fom von Klebeband oder Klebestreifen flüssig aufgetragen. Hat den Vorteil das es an der Naht nicht reintropft und ist keineswegs Standard. Die Regensicherheit sollte auch gegeben sein, wenn man einmal vergessen hat den Eingang zu zuziehen. Vor allem bei billigen Igluzelten geht man hier schnell baden. Sturmsicherheit ist dann gegeben, wenn man zusätzlich noch einige Sturmleinen vom First aus spannen kann. Vernünftige Heringe hierfür bekommt man im Zubehörhandel (z.B. bei mir). Die serienmäßig gelieferten "Erdnägel" verdienen bei Sturm nur Gelächter !

Ein Tolles Familienzelt 4-6 Personen mit Lappland Tipiambiente ist das Lavvo von Bergans

Das beste Zelt ist wertlos, wenn man es nicht aufstellen kann. Dies sollte man in Ruhe üben besser noch vom Fachhändler zeigen lassen. Wer unter einer heranziehenden Regenfront erst einmal die Anleitung studiert, stellt meist erst dann fest, daß der Hammer fehlt.

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